Transformers: Die Rache
Die Transformers begleiten mich nun schon seit gut 25 Jahren. Ich selbst besitze noch einige wenige der Original Figuren aus den achtziger Jahren. Auch die Original Zeichentrickserie, mittlerweile als Generation I bekannt, habe ich mir mit Genuss angesehen und mir gewünscht, einmal Optimus Prime zu begegnen. Als nun 2007 der erste Kinofilm von Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Michael Bay in die Kinos kam war ich voll der Vorfreude und vom Ergebnis auch angenehm überrascht. Kein Wunder also, das ich mich nun auch auf Transformers Die Rache freute. Ich erwartet einen Actionfilm, gespickt mit den Computereffekten vom allerfeinsten. Natürlich würde die Handlung einmal mehr, zugunsten der Action, in den Hintergrund treten müssen. So lange die Geschichte aber fesselnd genug ist, nimmt das dem Kinovergnügen keinen grossen Schaden.
Leider muss ich sagen, das ich dann doch relativ enttäuscht war von dem, was mir dann präsentiert wurde. Die Action war in Ordnung und über die Effekte kann man nichts sagen. Sie gehören wirklich zum Besten was ich je gesehen habe. Über die Dauer des gesamten Filmes hin hat man das Gefühl, das die Roboter nicht im Computer generiert wurden, sondern wirklich und leibhaftig mit am Set gewesen waren. Darsteller, so könnte man sagen, aus Blech und Motoröl. Das waren dann aber auch schon die Vorzüge des Filmes, wenn man einmal von der schauspielerischen Leistung von Shia LaBeouf absieht und der Präsents der Sahneschnitte Megan Fox, die dem Film die nötige weibliche Note und eine Menge Sexappeal verleiht. Klar war auch, das das Böse in arabischen Staaten beheimatet ist, obwohl man hätte ohne Probleme auch in andere Staaten, in welchen es Pyramiden gibt, hätte ausweichen können.
Ansonsten habe ich keinen, auf einer Kinderserie basierenden Actionfilm gesehen, sondern eher einen doch ziemlich heftigen Kriegsfilm, mit einer Menge Hurrapatriotismus und relativ heftiger Gewaltdarstellung für einen Film mit einer Freigabe ab 12 Jahren. Die Handlung war dabei noch weitaus dünner und weniger fesselnd als im ersten Teil und wirkte darüber hinaus auch noch sehr an den Haaren herbeigezogen.
Wieder einmal hat man es geschafft einen interessanten Stoff in einen Klumpen Werbung für das Amerikanische Militär verkommen zu lassen, das anscheinend in der Lage ist, immer, überall und vor allem ungestraft in fremde Länder einfallen zu können, wild um sich zu schiessen und dabei allzeit zu propagieren das sie doch die guten seien. Leider ist das in den meisten Filmen dann auch so, entspricht nur leider nicht ganz der Realität, was dem zumeist jungen Publikum aber verständlicherweise egal ist.
Genau aus diesen Gründen bekäme der Film, würde ich den Filmpunkte vergeben, nur 4 von 10. Die 4 Punkte retten auch nur die tollen Effekte, das Schauspiel von Shia LaBeouf, die gut inszenierten Schlachtszenen (die ich aber erst ab 16 Jahren freigeben würde) und der Kindheitsbonus.
Beim nächsten mal bitte besser machen.
Weitere Besprechungen: Die fünf Filmfreunde Nerdsnacks



















June 30th, 2009 - 11:00
Ich steh auch total auf Transformers, auch wenn es mir viele nicht glauben weil ich eine Frau bin… tz!